PRM – PHYSIKALISCHE UND REHABILITATIVE MEDIZIN

Die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation besteht seit 1967 als wissenschaftliche Gesellschaft des Fachgebietes in der Bundesrepublik. Mit der europaweiten Fusion von Unfallchirurgie und Orthopädie kam es 1992 auf dem 106. Deutschen Ärztetag in Köln zur nationalen Durchsetzung des Facharztgebietes PRM. Seither übernimmt diese Fachgruppe neben vielem anderen auch zunehmend die Aufgaben niedergelassener Orthopäden im ambulanten Sektor. Zum Zeitpunkt der Gründung des Reha - Zentrums Zehlendorf sieht die Weiterbildung in Deutschland somit keine Ausbildung nichtoperativ tätiger Orthopäden mehr vor.

Dr. Susanne Schwarzkopf / München gibt quantitativ 2300 Fachkollegen für PRM an, vorwiegend im niedergelassenen Bereich. Der Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin behandelt primär das muskuloskelettale System des Menschen und hier als Querschnittsfach vor allem die Beseitigung von Schmerzen und auch schmerzloser Funktionsstörungen. PRM - Kollegen arbeiten eng mit allen Allgemeinärzten, Anästhesiologen, HNO - Ärzten, Kardiologen, Neurologen, orthopädischen und Unfallchirurgen, Rheumatologen zusammen und kontrollieren die Heilmittelerbringer der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Podologie.

Das Fach hat interdisziplinär und indikationsübergreifend einen ganzheitlichen Blickwinkel und wirkt der Fließbandmedizin ebenso entgegen wie übertriebener apparativer Diagnostik, ausufernder Psycho- oder Pharmakotherapie. PRM - Ärzte sind im KV - Gebiet Berlin mindestens 12 Monate assistierend in OP - Teams im Rahmen ihrer Facharztweiterbildung tätig und daher aus erster Hand in der Lage, die Tragweite von Eingriffen in jedem Lebensalter einzuschätzen.

Ziel ist die nebenwirkungsfreie Verbesserung der Lebensqualität und die rasche Wiedereingliederung in die private, schulische oder dienstliche Normalität.